Soehnle 160 Jahre
Menu
MENU

Hausstauballergie: Das Wichtigste auf einen Blick

Am Morgen nach dem Aufstehen fällt Ihnen das Atmen schwer, die Nase läuft und die Augen sind gerötet? Der Grund für diesen schlechten Start in den Tag kann sich möglicherweise in Ihrer Matratze befinden. Denn nicht selten sind Hausstaubmilben die Übeltäter für solche Beschwerden. Diese ungebetenen Gäste sind schuld an der neben der Pollenallergie am häufigsten auftretenden Allergie in Deutschland: Die Hausstaubmilbenallergie. Doch was genau ist das und was haben die Milben in Ihrem Bett damit zu tun? Wie macht sich diese chronische Erkrankung überhaupt bemerkbar und wie lässt sie sich diagnostizieren? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der Hausstauballergie und mit welchen Tipps lindern Sie Ihre Beschwerden? Wir beantworten Ihnen diese Fragen gerne.

 

 

So entsteht die Stauballergie:

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umgebung mit einer Abwehrreaktion. Diese führt zu typischen Symptomen wie Niesreiz, Atembeschwerden und tränenden Augen. So verhält es sich auch bei einer Hausstauballergie. Schuld an den Beschwerden ist jedoch nicht der Hausstaub per se, sondern vielmehr die darin lebenden Milben. Denn in einem Gramm Staub befinden sich bis zu 15.000 dieser winzigen Tierchen, die nicht größer als 0,5 Millimeter sind.

Wer jetzt denkt, dass das an mangelnder Hygiene liegt, der irrt sich. Denn diese kleinen Spinnentierchen lassen sich nicht so einfach wegputzen. Für gesunde Menschen ist das kein Problem – denn die Milben sind eigentlich ungefährliche Mitbewohner. Sie ernähren sich von Hautschuppen, die wir täglich auf dem Sofa oder im Bett verlieren. So scheiden sie täglich etwa zwanzig kleine Kotkügelchen aus. 

Und genau darin liegt das Problem für Betroffene einer Hausstauballergie: Denn ihr Immunsystem reagiert auf den Milbenkot der Tierchen allergisch. Es bildet Antikörper, die das Allergen – in diesem Fall den Kot – bekämpfen. Dabei werden chemische Stoffe wie Histamin freigesetzt, die eine allergische Reaktion auslösen. Betroffene leiden vor allem am Morgen nach dem Aufstehen an den Symptomen einer Hausstauballergie. Denn insbesondere während des Schlafens kommen sie mit dem Allergen in Kontakt. Über den Tag hinweg nehmen die Beschwerden ab. Das liegt daran, dass sich die Hausstaubmilben vor allem in unseren Betten besonders wohlfühlen. Dort finden sie nicht nur ausreichend Nahrung, sondern es ist auch angenehm warm und feucht – das perfekte Wohlfühlklima für die kleinen Spinnentierchen.

Typische Symptome bei einer Milbenallergie

Die Beschwerden treten bei den Betroffenen vor allem am Morgen nach dem Aufstehen oder beim Bettenmachen auf. Sie ähneln denen einer Erkältungskrankheit und werden deshalb von vielen nicht direkt als Hausstauballergie-Symptome wahrgenommen. Doch wird eine solche Erkrankung nicht festgestellt und behandelt, so kann dies fatale Folgen für den Betroffenen haben und im schlimmsten Fall zu Asthma führen. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden. Deshalb ist es wichtig, möglichst frühzeitig zu handeln. Dafür müssen Sie jedoch zunächst mögliche Symptome einer Hausstauballergie kennen. Da das Allergen bei dieser Allergie vor allem über die Atmung in den Körper gelangt, betrifft sie insbesondere die Atemwege.

Nase

Durch den Kontakt mit dem Allergen reagiert die Nasenschleimhaut allergisch. Deshalb müssen Betroffene einer Hausstauballergie vermehrt Niesen. Zudem ist die Nase oft verstopft oder läuft.

Lunge

Von Reizhusten über allergisches Asthma bis hin zu Atemnot – eine Hausstaubmilbenallergie kann die Funktion der Lunge beeinflussen.

Augen

Auch sie werden aufgrund der Allergie gereizt. So sind anschwellende Lider und tränende sowie juckende Augen keine Seltenheit bei Betroffenen. Außerdem sind diese oftmals stark gerötet.

Kreislauf

Kopfschmerzen und ein unruhiger Schlaf wirken sich negativ auf das Wohlbefinden der Betroffenen aus. Denn aufgrund des allergischen Schnupfens können diese oftmals nicht gut schlafen.

Hals und Mund

Unangenehme Halsschmerzen können ebenfalls aufgrund einer allergischen Reaktion auf den Kot der Milben entstehen. Zudem kommt es nicht selten zu Schwellungen und Jucken in der Mundhöhle.

Haut

Auch die Haut kommt mit dem Allergen in Kontakt. Deshalb tritt aufgrund einer Hausstauballergie meistens ein juckender, geröteter Hautausschlag auf. Auch Neurodermitis ist bei Betroffenen nicht selten.

Grundsätzlich können die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie das ganz Jahr über auftauchen. Doch vor allem in der Heizperiode leiden die Betroffenen besonders unter diesen Beschwerden. Wer vermutet, dass er von einer solchen Allergie betroffen ist, der sollte unbedingt einen Mediziner aufsuchen. Denn nur dieser kann den Verdacht bestätigen und Sie bezüglich weiterer notwendiger Schritte informieren.

Die Diagnose durch einen Arzt ist wichtig

Um wirklich sicherzustellen, ob Sie unter einer Milbenallergie leiden oder ob die Symptome einen anderen Grund haben, sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen. Mittels spezieller Untersuchungen kann nur dieser gezielt herausfinden, was bei Ihnen die Beschwerden auslöst. Zur endgültigen Diagnose sind in der Regel folgende Schritte notwendig:

  • 1. Gespräche

     

    Darüber möchte der Mediziner mehr über die Lebensumstände und die Krankheitsgeschichte erfahren. Wie lange leidet der Betroffene schon unter den Symptomen und wie stark sind diese ausgeprägt. Wann treten die Beschwerden auf und um welche handelt es sich genau. So kann sich der Arzt ein besseres Gesamtbild verschaffen und auf dessen Basis weitere Schritte einleiten.

     
     
     
  • 2. Allergietest

     

    Um herauszufinden, ob es sich wirklich um eine Hausstauballergie handelt, ist außerdem ein entsprechender Test notwendig. Dafür werden auf dem Unterarm mögliche Allergene aufgetragen. Im Anschluss wird die Haut in diesen Bereichen leicht eingeritzt. So können die Stoffe in diese gelangen. Schwellen die Stellen an oder werden sie rot, so ist das ein Hinweis auf eine mögliche Allergie gegen die Substanz.

  • 3. Blutuntersuchung


    Sie kann Aufschluss über mögliche Allergien geben. Dafür wird dem Patienten Blut abgenommen, das im Labor bezüglich bestimmter Allergien untersucht wird.

  • 4. Provokationstest

     

    Um sicherzustellen, ob es sich wirklich um eine Hausstauballergie handelt, ist dieser Test nötig. Dabei werden dem Betroffenen die Allergene auf die Nasenschleimhaut aufgetragen. Schwillt diese an, muss der Patient niesen oder läuft die Nase, so weist dies auf eine allergische Reaktion hin.

Hausstaubmilbenallergie: Wie wird sie behandelt?

 

Grundsätzlich gilt wie bei allen anderen Allergien: Kontakt mit dem Allergen möglichst meiden. Denn so nehmen die Beschwerden ab. Deshalb ist es das A und O, die Hausstaubmilben zu bekämpfen und diese möglichst aus dem Haus zu verbannen. Empfehlenswert ist insbesondere spezielle Hausstaubmilben-Bettwäsche zu verwenden. Dabei handelt es sich um Schutzhüllen für die Matratze, Bettdecke und Kissen, die sogenannten Encasings. Diese Bezüge sind milbendicht und sorgen somit dafür, dass Ihre Haut nicht mit dem Kot der kleinen Tierchen in Kontakt kommt. Wichtig ist jedoch, die Bettwäsche regelmäßig zu waschen. Experten empfehlen, das Bettzeug einmal pro Woche bei 60 Grad Celsius in die Maschine zu geben.

 

 

Sinnvoll ist außerdem eine symptomatische Therapie. Bei dieser werden – wie der Name bereits deuten lässt – jedoch lediglich die Symptome behandelt. Medikamente wie Augentropfen, Nasensprays, Asthmasprays oder Tabletten haben sich als wirkungsvolles Mittel gegen Hausstauballergie bewiesen. Diese können jedoch die chronische Krankheit nicht heilen. Vielmehr lindern sie die Beschwerden.

Möglich ist es außerdem, eine Hyposensibilisierung vorzunehmen. Dabei soll das Immunsystem an das Allergen gewöhnt werden, um die allergische Reaktion abzuschwächen bzw. zu verhindern. Um das zu erreichen, werden dem Betroffenen regelmäßig langsam steigende Dosen des Allergens verabreicht. Diese Behandlung dauert in der Regel bis zu fünf Jahre. Das Allergen wird dabei entweder gespritzt, in Form von Tropfen verabreicht oder als Tablette eingenommen. Ob diese Therapie letztlich erfolgreich ist oder nicht, hängt vom individuellen Einzelfall ab.

Mit diesen Tipps verbannen Sie möglichst viele Milben

Die kleinen Plagegeister komplett aus dem Haus fernzuhalten, ist schier unmöglich. Doch mit ein paar wenigen Tricks können Sie die Anzahl der kleinen Spinnentierchen und somit auch potentielle Allergene enorm reduzieren.

Welche Mittel gegen Hausstaubmilben sich bei einer Hausstauballergie bewährt haben, verraten wir Ihnen:

  • Je weniger Staubfänger in der Wohnung, desto besser. Deshalb lohnt es sich für Betroffene, auf übermäßig viel Deko wie Gardinen oder Teppiche zu verzichten.
  • Regelmäßiges Staubsaugen ist das A und O. Wichtig ist dabei, dass der Staubsauger mit einem entsprechenden Filter ausgestattet ist.
  • Ein Luftreiniger wie der Airfresh Clean 300 kann Ihnen dabei helfen, den Staub in Ihrer Wohnung möglichst gering zu halten und die Allergene effektiv aus der Luft zu filtern.
  • Um die Milben in Sofakissen, Stofftieren und Co. abzutöten, sollten Sie diese regelmäßig für 24 Stunden in die Gefriertruhe legen.
  • Wischen Sie am besten alle zwei Tage feucht durch. So sorgen Sie für möglichst wenig Staub in Ihrer Wohnung.
  • Auf Möbeln aus Leder und Kunstleder fühlen sich die kleinen Tierchen nicht so wohl. Deshalb sind diese denjenigen aus textilen Materialien vorzuziehen.