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Entspannung

Sauna – Der Klassiker aus Finnland

Sie ist ein Turbo fürs Immunsystem, macht schön und entspannt die Muskulatur ebenso wie die Nerven: die finnische Sauna ist gerade im Winter ein willkommener Ort, um Wärme, Wohlbefinden und neue Energie zu tanken. Aber auch das Schwitzen will gelernt sein!

Zuhause im hohen Norden ist die klassische Sauna fester Bestandteil und ein echtes Kulturgut. Fast jedes Haus in Finnland verfügt über eine „Schwitzbude“, wichtiger noch als das Badezimmer. Auch in unseren Breiten zählt sie zu den beliebtesten Wellness-Anwendungen mit enorm gesundheitsfördernder Wirkung. Die bessere Durchblutung verhilft zudem zu einer schönen, straffen Haut.

Bei einer Hitze zwischen 70 und 100 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 5 bis 10 Prozent herrschen optimale Bedingungen für ein effektives Schwitzbad. Durch die erweiterten Blutgefäße wird mehr Blut gepumpt und die Körpertemperatur erhöht sich, ähnlich wie bei Fieber. Dadurch werden Krankheitserreger abgetötet, Abwehrkräfte mobilisiert und durch die geöffneten Poren Schlacken und Schadstoffe aus dem Körper geschleust. Bei der anschließenden Abkühlung verengen sich die Gefäße wieder, wodurch sie elastisch bleiben und widerstandsfähig werden. Der Kreislauf stabilisiert sich und wird gestärkt. Gerade bei Kreislaufstörungen wirkt saunieren besonders positiv – vorausgesetzt man beherzigt die Regeln. 

Die trockene Hitze der Sauna fördert das Schwitzen, da die Luft durch den niedrigen Feuchtigkeitsgehalt viel Schweiß aufnehmen kann. Auch wenn wir scheinbar nicht oder nur wenig schwitzen, ist der Verdunstungsprozess oft schon in vollem Gang ohne dass wir es merken. Und genau das ist entscheidend für das Immunsystem. Sogenannte Biosaunen, die mit geringeren Temperaturen und einer wesentlich höheren Luftfeuchtigkeit (30 – 80%) häufig als gesünder empfohlen werden, erzielen hingegen nicht denselben förderlichen Effekt, dienen also eher dem subjektiven Wohlbefinden.

Saunagänge haben ein bestimmtes Ritual, das sich besonders Anfänger zu Herzen nehmen sollten. Wir fassen die wichtigsten Regeln für Sie zusammen.

- Gehen Sie nicht mit leerem Magen, aber auch nicht direkt nach Essen in die Sauna.

- Wer zuvor sportlich aktiv war, sollte zunächst die Herzfrequenz wieder auf ein Normalmaß drosseln.

- Duschen Sie vor der Sauna gründlich und trocknen Sie sich gut ab. Feuchte Haut schwitzt schwerer als trockene.

- Gehen Sie nicht mit kalten Füssen in die Sauna. Ein warmes Fußbad bereitet den Körper optimal vor. 

- Suchen Sie sich einen geeigneten Platz in der Sauna und setzen oder legen Sie sich auf ein großes Handtuch. Je weiter oben, umso heißer wird es. Anfänger sollten deshalb eher weiter unten beginnen.

- Die Dauer eines Saunagangs liegt zwischen 8 und maximal 15 Minuten. Wenn Sie sich unwohl fühlen, verlassen Sie die Kabine.

- Werden Aufgüsse durchgeführt, sollte für 5 – 10 Minuten eine Vorschwitzphase eingehalten werden und eine Nachschwitzzeit von etwa 1-2 Minuten. Während eines Aufgusses sollte die Sauna nach Möglichkeit nicht verlassen werden.

- Wenn Sie liegen, setzen Sie sich kurz vor Verlassen der Sauna kurz hin, um den Kreislauf wieder zu aktivieren.

- In der ersten Abkühlungsphase wird empfohlen, zuerst an die frische Luft zu gehen. Die Lunge kann nun besonders viel Sauerstoff aufnehmen. Dieses Luftbad sollten Sie unbedingt vor dem Abduschen durchführen.

- Nun folgt das Abkühlen mit Wasser: entweder unter der Dusche oder im kalten Tauchbecken. Sehr effektiv ist auch das Abkühlen mit einem kalten Schlauch (Immer von unten nach oben!)

- Nun ist Ruhe angesagt. Legen Sie sich in den Ruheraum und gönnen Sie sich etwa 10 bis 15 Minuten Entspannung, bevor Sie sich wieder auf den Weg in die Saunakabine machen.

- Diese Reihenfolge sollten Sie auch für den zweiten und eventuellen dritten Saunagang einhalten. 

- Duschen Sie nach dem letzten Saunagang am besten ohne Seife oder Duschgels. Die Poren sind nun weit geöffnet, wodurch die Haut leichter austrocknen kann. 

- Während des Saunierens sollte nicht oder nur wenig getrunken werden, um den Entschlackungsprozess zu unterstützen. Trinken Sie am besten schon vorher ausreichend. Auf jeden Fall müssen danach die Flüssigkeitsspeicher dringend aufgefüllt werden. Trinken Sie mindestens einen Liter Wasser, eine leichte Schorle bzw. Kräuter- oder Früchtetees.

- Durchhetzen ist kontraproduktiv. Planen Sie ausreichend Zeit für einen Saunagang ein. Insgesamt sind etwa zwei Stunden für eine entspannten Durchgang anzusetzen. 

- Wenn Sie sich krank fühlen, verzichten Sie auf einen Saunabesuch. In Finnland gilt die Regel: Wer zur Sauna laufen kann, darf auch in die Sauna gehen.

Weiterführende Links:
www.fitforfun.de
www.vital.de