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Entspannung

Was tun gegen ein weitverbreitetes Phänomen?

Acht von zehn Frauen leiden darunter, aber auch Männer werden von dem Problem nicht verschont. Kalte Füße sind gerade im Winter besonders unangenehm und können unterschiedliche Ursachen haben. Mit den richtigen Maßnahmen locken Sie die Wärme bis in die Zehenspitzen.

Das Klischee der Eisfüße im Bett, die vor allem Frauen mit in die Beziehung bringen, ist weit verbreitet. Grund für die Geschlechterverteilung in der Wärmeversorgung der Fußregion ist der unterschiedliche Wärmehaushalt von Mann und Frau. 40 Prozent des männlichen Körpergewichts machen üblicherweise die Muskeln aus, die beim Energieverbrauch auch Wärme produzieren. Frauen tun dies zwar auch, haben aber aufgrund ihres geringeren Körpergewichts eine andere Energiebilanz. Der weibliche Körper besteht nur zu 23 Prozent aus Muskeln und hat meist viel weniger Gewicht. Hinzu kommt, dass Frauen die knappe eigenproduzierte Wärme auf die Körpermitte konzentrieren, wo die wichtigsten Organe liegen. Arme, Beine, Ohren und Nase werden dann vernachlässigt, weniger durchblutet und bleiben somit kühl. Dort ziehen sich auch noch die Gefäße zusammen, was den Wärmetransport noch zusätzlich hemmt. Niedriger Blutdruck, der bei Frauen häufig vorkommt, verstärkt das Problem. Und wie wir alle wissen: Sind die Füße kalt, friert der ganze Mensch.

 

Deshalb gilt es vor allem, die Durchblutung anzukurbeln. Bewegung, Ausdauersport und regelmäßige Saunagänge sind ebenso probate Mittel wie Wechselduschen oder Kneippbäder. Aber auch schon eine simple Zehengymnastik verbessert den Blutdurchfluss und schenkt mehr Wärme. Spreizen Sie dazu die Zehen mehrmals hintereinander oder lassen Sie Ihre Fußsohlen auf einem Igelball kreisen, der mit seinen weichen Stacheln die Gefäße stimuliert. Zusätzlich können Sie auch die Zehenzwischenräume mit den Fingern massieren und beim Duschen mit einem Massagehandschuh Beine und Füße kreisförmig abreiben.

 

Mit Fußbädern wärmen Sie Ihren Körper von den Füßen an, was sich besonders abends vor dem Schlafengehen bewährt. Als Badezusatz gibt es fertige Mischungen in der Apotheke oder ein paar alte Tipps aus Großmutters Schatzkästlein: Latschenkieferöl oder der Saft von zwei Zitronen, ein Teelöffel Senfmehl oder ein paar Tropfen Zimtöl. Eine Kräutermischung aus Thymian und den Blättern von Walnuss, Lorbeer und Efeu gemischt mit zwei Händen voll Kochsalz und einem Esslöffel Natron soll Wunder wirken.

 

Auch von innen kann man eine Menge tun, um den ganzen Körper zu erwärmen. Ingwertee etwa ist ein beliebtes Hausmittel, das überdies die Immunabwehr stärkt. Schneiden Sie dazu Ingwer in dünne Scheiben und zerdrücken diese am besten in einem Mörser. So können die wertvollen ätherischen Öle noch besser wirken. Dann übergießen Sie den Ingwer mit heißem Wasser und lassen das Ganze ziehen. Langsam getrunken werden auf diese Weise nicht nur die Füße muckelig warm.

 

Weiterführende Links:
http://www.gesunde-hausmittel.de/kalte-fuesse

http://www.guter-rat.de/gesundheit/Waermetherapie_1513120.html