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Ernährung

Alternativen zu Chips und Flips

Mal ist es der kleine Hunger zwischendurch, mal einfach Lust auf einen kleinen Snack: Knabbereien machen Spaß und sind häufig auch willkommene Nervennahrung. Viel zu schnell sind die meist knusprigen Kleinigkeiten verzehrt, während die Nachwirkungen mitunter lange auf den Rippen bleiben.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe macht es deutlich:  Was in den beliebtesten Knabbereien enthalten ist, macht weder gesund noch schlank. Vor allem Fett, Salz oder Zucker findet sich und natürlich jede Menge Kalorien. 100 Gramm Chips etwa schlagen mit rund 540 Kilokalorien zu Buche. Gemeinsam mit Erdnussflips zählen sie zu den Spitzenreitern unter den Dickmachern. Schokoriegel erscheinen im Vergleich dazu mit einem Durchschnittswert von 250 Kilokalorien regelrecht harmlos. Doch Vorsicht: gerade bei sehr zuckerhaltigen Snacks gerät man durch den raschen Abbau von Blutzucker schnell in einen Teufelskreis der Heißhungerattacken.

Gut zu wissen, dass es Alternativen gibt. Wer es ganz gesund haben möchte, greift am besten zu Obst und Gemüse wie etwa Stangensellerie oder ein frischer Apfel. Er hat nur 80 Kcal, liefert Energie durch Fruchtzucker und enthält jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Selbst getrocknete Apfelringe sind noch sehr gesund und liefern zudem verdauungsfördernde Ballaststoffe. Auch Aprikosen sind in getrockneter Form sehr empfehlenswert, vor allem wenn Sie ungeschwefelte Früchte kaufen.  Durch ihren hohen Gehalt an Beta-Karotin, Vitamin E und Magnesium schützen sie Haut und Bindegewebe vor schädlichen Einflüssen und erhöhen zudem die Stressresistenz. 

Schokofans sei zartbittere Schokolade ans Herz gelegt. Sie hat einen hohen Kakaoanteil und ist regelrecht gesund. Das in den Kakaobohnen enthaltene Theobromin fördert die Konzentration, Flavonoide wirken antioxidativ und schützen vor den gefürchteten freien Radikalen. Dazu muss es keine ganze Tafel sein. Selbst kleine Mengen genügen, um in den Genuss dieser positiven Wirkung zu gelangen. 

Liebhaber des Knusprigen müssen auch bei Chipsverzicht nicht leer ausgehen. Cracker, Grissini und Salzgebäck haben deutlich weniger Fett und Kalorien als Kartoffelchips. Versuchen Sie auch mal Vollkorngebäck, das bringt noch ein paar Ballaststoffe und Vitamine dazu. Popcorn wiederum hat eine vergleichsweise niedrige Kalorienbilanz und ist so leicht, dass selbst größere Mengen nicht ins Gewicht fallen. Am besten natürlich selbstgemacht und mit wenig Zucker oder Salz.

Die bei Knabberprofis sehr beliebten Nüsse sind zwar gesund, reich an sättigenden pflanzlichen Proteinen, aber auch recht fetthaltig. Die gute Nachricht: es handelt sich um ungesättigte Fettsäuren, die vom Körper gut aufgenommen werden können. Greifen Sie am besten zu ungeschälten und ungesalzenen Produkten. Pur schmecken auch Kürbiskerne am besten. Das enthaltene Magnesium wirkt dem Stress entgegen, schützt und versorgt die Muskeln, der Eisenanteil ist wichtig für den Sauerstofftransport im Körper.

Das Schwierigste am Knabbern ist allerdings das Maß halten und das Aufhören. Ein kleiner Trick kann helfen, den inneren Schweinehund in Schach zu halten: Füllen Sie Ihre Lieblingssnacks in kleine Schüsseln, das erleichtert die Kontrolle und verleitet nicht so stark zum ausdauernden Zugreifen. Denn auch beim gesunden Knabbern gilt der alte Grundsatz von Paracelsus: „Die Dosis macht das Gift!“.

Weiterführende Links:
www.wdr5.de
www.bild.de
www.bildderfrau.de