Soehnle 160 Jahre
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Ernährung

Die Herkunft der Osterbräuche

Für die einen ist es das höchste Fest des Christentums, für die anderen das untrügliche Zeichen für den nahenden Frühling. Untrennbar verbunden für beide ist Ostern mit eindeutiger Symbolik: Bunte Eier, Schokohasen und Biskuitlämmer gehören einfach dazu.

Was aber haben Eier, Hasen und Lämmer mit Ostern zu tun? In aller Welt feiern Christen zu Ostern die Auferstehung Jesu Christi. Seine religiösen Wurzeln hat das Fest aber noch viel früher, nämlich im Jüdischen Pessach oder Passah, an dem die Befreiung der Juden aus der ägyptischen Sklaverei gefeiert wurde. Aus dem Brauch der Juden, zu diesem Anlass ein Lamm zu schlachten, entstand unser traditionelles Osterlamm, das die Unschuld symbolisiert und im christlichen Glauben direkt mit Jesus Christus verbunden wird – verbunden mit der Fahne, die den Sieg über den Tod repräsentiert. Heute kennen wir das Lamm bei uns traditionell als Gebäck aus Rühr- oder Biskuitteig am Ostertisch.

Wesentlich weniger religiös inspiriert ist hingegen der Osterhase, der bekanntlich die Ostereier bringt und diese im Garten versteckt. Um ihn ranken sich viele Geschichten, doch keine weiß genau, warum ausgerechnet ein Hase die Eier bringen soll. Eines aber ist gewiss: der Osterhase ist eindeutig im deutschen Sprachraum entstanden. 

Viel einfacher zu erklären sind allerdings die Ursprünge des Ostereis. Schon in der Urchristenzeit galt das Ei als Sinnbild des Lebens und der Auferstehung. Im Mittelalter war das Ei ein Zahlungsmittel, das für gepachtetes Land an die Grundherren geleistet wurde. Als Zahlungstermin war Ostern festgelegt. Das Bemalen der Eier ist überdies eine noch ältere Tradition. Der früheste Fund eines verzierten Ostereis geht auf das 4. Jahrhundert nach Christus zurück.

Rezept:
Osterlamm/Osterhase

Zutaten:
75 g Butter oder Margarine
100g Mehl
25 g Speisestärke
1 TL Backpulcer
100 g Zucker
1 Paket Vanillezucker
2 Eier
Puderzucker zum Bestäuben
Mehl, Haselnuss- oder Semmelbrösel für die Form

Zubereitung:
1. Butter oder Margarine mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Zucker, sowie Vanillinzucker unter Rühren nach und nach zugeben. Wenn sich der Zucker gelöst hat, die beiden Eier zugeben und kräftig weiterrühren.

2. Mehl, Speisestärke und Backpulver gut vermengen und in kleinen Portionen gesiebt zur Teigmasse geben. 

3. Die beiden Hälften der jeweiligen Backform gut mit Butter einfetten, mit Mehl oder Brösel auskleiden und den Teig einfüllen. (Für eine Hasenform brauchen Sie nur etwa die Hälfte des Teiges.) 

4. Auf einem Rost im unteren Drittel des auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backrohrs schieben und etwa 45 Minuten backen. Eventuell mit Backpapier abdecken. 

5. Nach dem Backen die Form mit einem feuchten, kalten Küchentuch umwickeln. Nach etwa 10 Minuten lässt sich Lamm oder Hase wunderbar aus der Form lösen.

6. Auskühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und wer mag, mit einem roten Band um den Hals verzieren.