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Ernährung

Gesund durch den Winter mit Kohl und Co.

Wenn die Felder im Winter brach liegen bieten die hiesigen Märkte dennoch eine Vielfalt an Obst und Gemüse – eingeflogen aus aller Welt. Wer jedoch für Gesundheit und Wohlbefinden ein Maximum an Nährstoffen und Vitaminen sucht, ist mit heimischen Sorten meistens besser beraten.

Gerade im Winter braucht das Immunsystem im Kampf gegen Krankheitserreger jede Menge Unterstützung. Gerne werden „Heiße Zitrone“ zubereitet und Orangensäfte gepresst, um dem Körper die für das Immunsystem wichtigen Vitamine zu liefern. Zitrusfrüchte gelten landläufig als Vitamin-C-Lieferanten Nummer 1. Doch weit gefehlt. Im Vergleich mit den mediterranen Früchten können heimische Obst- und Gemüsesorten nicht nur gut mithalten. Viele schneiden sogar besser ab. 

Dass Weißkohl gesund und vitaminreich ist, wussten schon die Seefahrer, die fässerweise Sauerkraut mit an Bord nahmen, um der Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut vorzubeugen.

100 Gramm Weißkohl enthält ebenso viel Vitamin C wie eine Orange. Schon in der Antike war Kohl als Heilmittel bekannt. Ganz nebenbei ist er ausgesprochen vielseitig, wirkt entschlackend und hilft beim Abnehmen. 

Im Vitaminranking zählen alle Kohlgemüse zu den Spitzenreitern. Brokkoli etwa ist eine Vitalstoffbombe, versorgt mit Mineralstoffen und Spurenelementen. Grünkohl enthält neben allerhand Vitamin C auch mehr Kalzium als Milch und gilt, wie alle Kohlsorten, dank des Gehalts an Glucosinulaten als krebsvorbeugend. Die Flavonoide im Rotkohl wiederum senken den Cholesterinspiegel, wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Für Geist und Nerven ist Rosenkohl der Favorit, der zudem mit Folsäure das Zellwachstum und die Blutbildung fördert. 

Auch bei Obst schlagen die heimischen Sorten die gängigen südländischen Vertreter im Vitaminvergleich um Längen. Die Vitamin-C-reichste Frucht ist nicht etwa die Zitrone, sondern die bescheidene Hagebutte. Da roh ungenießbar, ist sie bei uns vor allem als Tee, aber auch als Marmelade oder Sirup bekannt. Gleich danach folgt die fruchtig-herbe Sanddorn-Beere, die zehnmal so viel Vitamin C enthält wie die gelbe Zitrusfrucht. Die auch als „Zitrone des Nordens“ bekannte Beere ist als Saft, Tee, Mus oder Sirup erhältlich. Zudem ist Sanddorn eine der wenigen Pflanzen, die reichlich Vitamin B12 bietet, das sonst vor allem in Fleisch enthalten ist und deshalb unentbehrlich für Vegetarier ist.

Egal um welches Obst oder Gemüse es sich handelt, muss das nötige Augenmerk auch auf die Zubereitung gelegt werden. Für alles gilt: nicht zu lange waschen oder gar wässern, denn Vitamin C ist wasserlöslich. Kurze und schonende Garzeiten, aber auch rohe Zubereitungen, etwa als Salat, erlauben ein Maximum an möglichem Vitamingehalt. 

Weiterführende Links:
www.apotheken-umschau.de
www.br.de
www.planet-wissen.de