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Ernährung

Perfektes Hefeteiggebäck für den Festtagsbrunch

In vielen Regionen gehören süße Brote zur Ostertradition. Ursprünglich zum Fastenbrechen gedacht, gehören sie heute traditionell zu einer schönen Ostertafel. Ob klassisch als Zopf oder Kranz geflochten oder mit bunten Eiern gefüllt: Basis ist stets ein feiner Hefeteig. Wie dieser perfekt gelingt, lesen Sie hier.

Zu feierlichen Anlässen macht Backen stets am meisten Freude. Vom Geburtstagskuchen über Weihnachtsplätzchen bis zum sonntäglichen Nachmittagskaffee freuen wir uns über jede Gelegenheit, besondere Leckereien naschen zu dürfen. Das bevorstehende Osterfest lockt mit Lämmern und Häschen aus Biskuit, frühlingshaften Ostertorten oder traditionsreichem Hefegebäck.

Das Osterbrot ist in vielen Varianten bekannt, je nach Herkunft etwas anders benannt und auch geformt. Am weitesten verbreitet ist der klassische Osterzopf, entweder lang geflochten oder rund zum Kranz gelegt – in der Mitte ein „Nest“ aus bunten Eiern.

Wir stellen Ihnen hier eine Variante aus dem Friaul in Italien vor. Die Osterpinze, ein Teigstück, das mit der Schere eingeschnitten und mit einem gefärbten Osterei „gekrönt“ wird. Der Teig dafür ist eine Variante des Hefeteiges, verfeinert mit gekochten Kartoffeln. Hier ist das Rezept für diese sehr saftige Version. Mit unseren Tipps gelingt Ihr Hefeteig ganz bestimmt. 


Osterpinze:

Zutaten:
200g mehlig kochende Kartoffeln
ca. 180 ml Milch
50 g frische Hefe 
1 kg Mehl
20 g Stärkemehl
200 g Puderzucker
6 Eigelb
3 EL Rum
200 g weiche Butter
10 – 15 g Salz
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1 verquirltes Ei zum Bestreichen
Bunt gefärbte, gekochte Ostereier


Zubereitung:

1. Geschälte Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser gar kochen, abseihen und ausdampfen lassen. Noch heiß durch ein Passiersieb drücken und anschließend erkalten lassen.

2. Backrohr auf 150 Grad Umluft oder 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Milch leicht erwärmen. 

4. In der Hälfte der Milch die zerbröckelte Hefe auflösen und mit etwas Mehl zu einem dickbreiigen und klumpenfreien Vorteig* rühren. Etwas Mehl darüber stäuben, mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort (ca. 30 Grad) aufgehen lassen. Wenn sich das Volumen etwa verdoppelt hat und auf der Oberfläche grobe Risse im Mehl zu sehen sind, ist der Vorteig fertig. 


5. In der Zwischenzeit zimmerwarme passierte Kartoffeln mit Mehl und den restlichen Zutaten vermengen (ohne Butter und Salz!)

6. Nun kommt der Vorteig in die Mehlmischung. Alles gründlich einarbeiten (am besten mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handrührgeräts), dann erst weiche Butter und Salz hinzugeben und so lange kneten, bis der Teil sich von der Schüsselwand löst. Je nach Gerät dauert dies etwa 5 bis 10 Minuten. 

7. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und ca. 20 – 45 Minuten bzw. bis der Teig sich etwa verdoppelt hat an einem warmen Ort rasten lassen. 

8. Aufgegangenen Teig aus der Schüssel nehmen, in 4 Teile teilen und zu Kugeln formen. Auf das mit Backpapier belegte Backblech legen und nochmal an einem warmen, zugfreien Ort etwa 20 Minuten aufgehen lassen.

9. Mit verquirltem Ei bestreichen und jedes Teigstück von der Mitte aus bis an den Rand mit einer Schere (Spitze vorher in Wasser tauchen) dreimal tief einschneiden. 

10. Ca. 35 Minuten backen.

11. In die fertig gebackenen Pinzen noch warm mittig ein gekochtes Osterei vorsichtig eindrücken.


TIPPS:

  • Sorgen Sie für eine „zugfreie“ Umgebung! Hefeteig mag währende der Gehzeit keine Zugluft und hat es gerne warm. 

  • Alle Zutaten und Gefäße sollten Zimmertemperatur haben. Deshalb Eier und Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen!

  • Die Hefe nicht direkt mit Salz oder Butter in Berührung kommen lassen. Salz gut ins Mehl mischen, bevor die Hefe dazu kommt. Butter erst dann zugeben, wenn die Hefe schon in das Mehl eingearbeitet wurde.

  • Die Milch nicht zu heiß werden lassen. (Lippentest!) Sonst sterben die Hefepilze ab und der Teig kann nicht mehr aufgehen.

  • Immer frische Hefe verwenden, die noch keine Risse oder braune Stellen aufweist.

  • Trockenhefe kann als Ersatz für Frischhefe verwendet werden. Auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten!

  • Hefeteig zum „Gehen“ mit einem Tuch abdecken.