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Fitness

Schlank und gesund durch intermittierendes Fasten

Pünktlich zum Frühjahr kommt für viele der Wunsch nach ein paar Pfunden weniger. Und Jahr für Jahr scheitern Vorsätze an restriktiven Diätvorschriften, knurrenden Mägen und wenig schmackhaften Gerichten. Es geht auch anders, wie eine neue Schlankformel beweist. Sie setzt auf Sattessen, kombiniert mit kurzen Unterbrechungen – und feiert damit große Erfolge.

5:2, 16:8 oder doch lieber 1:1? Was sich wie die Tabelle der Bundesliga liest, sind die wichtigsten Varianten einer Ernährungsform, die jüngst als intermittierendes Fasten bekannt wurde. Im Klartext bedeuten diese Formeln: eine Zeit lang normale Nahrungsaufnahme, unterbrochen durch kurze Fastenperioden. Also beispielsweise an fünf Wochentagen normal essen und an zweien aussetzen. Je nach Lebensrhythmus und Persönlichkeitstyp kann man auch im Wechsel 8 Stunden mit Essen und 16 Stunden ohne wählen, was bei Einsteigern recht beliebt ist. Einen Tag essen und einen Tag fasten ist ebenso möglich. Hintergrund von allem ist die Theorie, dass der Körper auf Fettzellendepots zurückgreift, wenn er über einen bestimmten Zeitraum ohne Nahrungszufuhr auskommen muss.

Während die Wissenschaft sich noch uneinig darüber ist, welche dieser Methoden die zielführendste ist, hat der britische Arzt und Wissenschaftsjournalist Michael Mosley den Selbstversuch gestartet. Seine Ergebnisse sind nun auch in Deutschland veröffentlicht worden und seit kurzem als „The Fast Diet“ im Buchhandel erhältlich. Er persönlich schwört auf 5:2 und verlor damit in zwei Monaten neun Kilo Gewicht und 25 Prozent Körperfett. 

In der Praxis bedeutet dies zum Beispiel fünf Tage normale Ernährung und zwei Tage ein Maximum an 500 Kalorien für Frauen (Männer: 600 Kalorien). Ob diese Kalorienmenge bei einer Mahlzeit oder auf mehrere Miniportionen aufgeteilt wird, ist im Prinzip unerheblich. Wichtig hingegen ist, die beiden Fastentage nicht hintereinander zu legen, um zum einen die Gefahr von Heißhungerattacken zu verringern und zum anderen keinen Muskelabbau zu provozieren. Michael Mosley rät, immer die gleichen Tage zu wählen, etwa Montag und Donnerstag. Alkohol und Zucker sind an diesen Tagen tabu, Kohlehydrate in Maßen und nur in der hochwertigsten Form sowie reich an Ballaststoffen erlaubt. Gemüse, Fisch und mageres Fleisch sind empfehlenswert. Wer die Kalorienmenge in nur eine Mahlzeit packt, kurbelt die Fettverbrennung noch zusätzlich an und darf schnellere Erfolge verbuchen.

Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an diesen Wechsel und belohnt mit mehr Energie und einem besseren Körpergefühl. Etwa ein halbes Kilo pro Woche weniger ist die durchschnittliche Bilanz bei Frauen, Männer schaffen etwas mehr. Allerdings nur, wenn die normalen Tage nicht zu Schlemmerorgien ausarten, sondern sich am tatsächlichen Energiebedarf orientieren.

Intermittierendes Fasten ist nicht nur eine sehr schonende Art, Gewicht abzubauen, sondern hat auch eine Reihe gesundheitsfördernder Begleiterscheinungen. So sinken etwa Cholesterin, Blutfett und Blutdruck, ja sogar Blutzucker sowie Entzündungswerte. Der gesamte Organismus wird entlastet, was auch bei gesunden Menschen eine Verbesserung des Allgemeinzustands bewirkt. Dennoch gilt auch bei dieser Ernährungsform, im Zweifel den Rat eines Arztes einzuholen. 

Weiterführender Link:
www.zentrum-der-gesundheit.de