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Fitness

Vorbeugung und Erste Hilfe gegen Rückenschmerzen

Von leichten Verspannungen bis zum stechenden Dauerschmerz – Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit Nummer eins. Ob Schulkind oder Rentner, fast alle Altersgruppen sind mittlerweile davon betroffen. Was steckt hinter diesen weit verbreiteten Beschwerden und kann man sie überhaupt vermeiden?

So vielfältig wie die einzelnen Beschwerden selbst, so unterschiedlich sind die Ursachen für ein Leiden, das scheinbar jeden irgendwann einmal betrifft. Die gute Nachricht: In den seltensten Fällen stecken schwere Erkrankungen dahinter. Für die steigende Anzahl rückengeplagter Patienten wird vor allem eines verantwortlich gemacht: mangelnde Bewegung. Muskelverspannungen durch Fehlhaltungen, einseitige Belastungen und altersbedingte Abnutzungserscheinungen sind weitere Faktoren, die sich äußerst ungünstig auf den Rücken auswirken. 

Vor allem das Sitzen ist das größte Übel. Rund 14 Stunden pro Tag verbringen wir im Schnitt sitzend – am Schreibtisch, im Auto oder vor dem Bildschirm. Stress und Anspannung geben der Wirbelsäule schließlich den Rest. Die Rumpfmuskulatur, die dem Körper Halt geben sollte, ist völlig verspannt, viel zu schwach oder gleich beides davon. Schmerzen sind die logische Folge, weil der Ausgleich fehlt.

Mehr Aktivität im Alltag und das bewusste Verändern von Sitz- oder Stehposition sind wichtige Ansätze, um Rückenprobleme erst gar nicht entstehen zu lassen. Mediziner sprechen davon, dass wir maximal die Hälfte der Arbeitszeit im Sitzen verbringen sollten, ein Viertel im Stehen und ein weiteres Viertel in Bewegung. Durch dynamische Veränderungen in der Alltagshaltung werden Muskeln, Bänder und Bandscheiben regelmäßig gelockert und dabei mit Nährstoffen versorgt. Maximal 30 Minuten in ein- und derselben Position sind mehr als genug. Die Muskulatur liebt Abwechslung und bleibt dadurch ganz gelassen.

Telefonieren Sie deshalb mal im Stehen, geben Sie der Treppe den Vorzug vor dem Fahrstuhl oder schenken Sie sich und ihren Muskeln zwischendurch ein paar gezielte Dehnübungen. 

Ob zur Vorbeugung oder Linderung akuter Beschwerden – Bewegung ist das Zauberwort bei Rückenproblemen. Ein gesunder Mix aus Ausdauersport und gezieltem Krafttraining stabilisiert alle wichtigen Muskelgruppen und sorgt für einen starken Rücken. Fitness-Studios, aber auch Krankenkassen, bieten mittlerweile eigene Rückengymnastik und Rückenschulen an, um falsche Bewegungsmuster zu durchbrechen und den Halte- und Stützapparat an den richtigen Stellen fit zu machen. 

Auch bei akuten Beschwerden ist Bewegung das Mittel der Wahl. Gerade wenn der Schmerz scheinbar in eine Schonhaltung zwingt, sind Lockerungs- und Dehnübungen besonders wichtig, um Verspannungen zu lösen und die Muskulatur zu aktivieren. Zusätzliche Wärmeanwendungen unterstützen diesen Prozess und regen Durchblutung und Stoffwechsel an. Mit begleitender Ruhe und Entspannung entsteht ein Gegenpol zum psychischen Stress. Entspannungstechniken, Yoga oder Autogenes Training können ergänzend entscheidend dazu beitragen, den Rücken zu entlasten und die gefürchteten Schmerzen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Weiterführende Links:
www.gesundheit.de
www.mydoc.de
www.stern.de
www.special-rueckenschmerz.de
www.stern.de/gesundheit