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Ernährungsumstellung

Die Motivation für eine Ernährungsumstellung kann mitunter aus recht unterschiedlichen Gründen aufkommen. Wer nicht mehr in die Lieblingsjeans passt, nicht mehr genügend Energie für den Alltag hat oder unter Beschwerden der Verdauung leidet, sollte sich zumindest Gedanken darüber machen, ob falsche Gewohnheiten im Essverhalten mitverantwortlich dafür sind. Oft essen wir zu schnell, zu viel oder zu unbewusst. Ohne Frühstück das Haus verlassen, zwischendurch nur Süßigkeiten und abends schnell einen Burger verschlingen? Bei einigen Menschen sieht das Essverhalten so oder ähnlich aus. Der Körper bekommt zu wenig Nährstoffe, die er benötigt. Stattdessen wird er mit einem Übermaß an Fett, Zucker, Geschmacksverstärkern und anderen künstlichen Stoffen überfüttert. Kein Wunder also, dass unser Körper früher oder später mit den ein oder anderen Beschwerden, Fettpolstern oder gar Krankheiten darauf reagiert.


Weshalb ist eine Ernährungsumstellung gut für uns?

Wer bereits einen abwechslungsreichen Ernährungsplan mit allen wichtigen Nährstoffen umsetzt und sich wohl in seiner Haut fühlt, braucht im Prinzip keine Ernährungsumstellung. Optimiert werden kann die Ernährung zwar fast immer, doch das Essen soll ja auch Spaß machen. Wer sich im großen Ganzen ausgewogen ernährt, darf auch ab und zu Fast Food essen oder Süßigkeiten naschen. Ernährungsfehler werden erst dann gefährlich, wenn sie zur Gewohnheit werden.

Eine Ernährungsumstellung ist vor allem für jene Menschen ratsam, die sich größtenteils von industriell stark bearbeitenden Nahrungsmitteln ernähren, sich keine Zeit mehr für das Essen nehmen oder einfach viel zu oft das Falsche essen. Auch für Personen, die kein Sättigungsgefühl mehr verspüren, regelmäßig zu viel essen oder unter Übergewicht leiden, sollte eine Ernährungsumstellung zum Thema werden.

Erkrankungen des Stoffwechsels oder die typischen Zivilisationskrankheiten sind in besonderem Maße auf eine falsche Ernährungsweise und einem ungesunden Lebensstil zurückzuführen. Durch eine Ernährungsumstellung haben wir es also zu einem großen Teil selbst in der Hand, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.


Wie kann eine Ernährungsumstellung aussehen?

Alte Gewohnheiten abzulegen fällt wohl niemanden auf Anhieb sehr leicht. Daher sollte eine Ernährungsumstellung besser in mehreren Schritten umgesetzt werden. Wer sich ab sofort supergesund ernähren möchte und strikt auf alles verzichtet, was er eigentlich gerne mag, hält das höchstwahrscheinlich nicht lange durch. Daher ist es besser, die Ernährung Stück für Stück zu verändern. Fast Food und Fertigprodukte sollten bei der Ernährungsumstellung nach und nach in den Hintergrund rücken. Stattdessen ist es ratsam, die Mahlzeiten frisch und mit den allerbesten Zutaten zuzubereiten.

Gesundes Essen hat nicht bei allen Menschen den besten Ruf. Die Vorstellung, dass es nach einer Ernährungsumstellung nur noch Körner, Salat und Magerjoghurt gibt, hält sich noch in eigenen Köpfen. Gesunde Ernährung kann und sollte sogar recht vielfältig sein. Oft essen wir immer dieselben Lebensmittel, dabei gibt es so viele unterschiedliche Gemüsesorten, Getreidearten, Kräuter und Gewürze, mit denen wir so einige kreative Experimente in der Küche wagen können. Und wer weiß, vielleicht entdecken wir ja bei der Ernährungsumstellung ein neues Lieblingsgericht? Sogar im Rahmen einer veganen Ernährung gibt es mittlerweile eine Vielzahl leckerer Gerichte.

Wer sich über lange Zeit recht vitaminarm ernährt hat, sollte die Ernährungsumstellung vielleicht mit frischem Obst und Gemüse beginnen. Wer bereits zum Frühstück damit starten möchte, kann Früchte wie zum Beispiel frische Erdbeeren oder eine Banane in das Müsli schnippeln. Gibt es morgens eher ein Käsebrötchen, passen rohe Paprika, Gurke oder Radieschen dazu.

Mehrmals täglich Obst und Gemüse zu essen sollte durch die Ernährungsumstellung zur Gewohnheit werden. Neben wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen enthalten sie sekundäre Pflanzenstoffe, die unsere Gesundheit auf mehrfache Weise unterstützen kann. Saponine, die zum Beispiel in Bohnen und im Spinat vorkommen, sollen stärkend auf das Immunsystem einwirken und unseren Cholesterinspiegel senken. Weitere sekundäre Pflanzenstoffe sind die sogenannten Flavonoide. Sie sind unter anderem in Zwiebeln, Auberginen, Soja, Kirschen und im Kakao enthalten. Flavonoide wirken in den Zellen antioxidativ und senken möglicherweise das Krebsrisiko. Außerdem sollen sie eine blutdrucksenkende Wirkung haben und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Orangefarbene oder gelbe Obst- und Gemüsesorten wie Aprikosen, Kürbis oder Karotten sind reich an Carotinoiden. Sie schützen unsere Haut, Schleimhäute und das Immunsystem.

Ein anderes wichtiges Thema für eine Ernährungsumstellung ist die Auswahl der richtigen Fette. Unser Körper benötigt Fett zur Wärmeisolation, als Schutzpolster für unsere Organe und um fettlösliche Vitamine verwerten zu können. Nehmen wir jedoch zu viel davon auf oder entscheiden uns häufig für die falschen Fette, können wir unserem Körper schaden. Gesättigte Fettsäuren können unseren Cholesterinspiegel erhöhen und dadurch Gefäßschaden begünstigen. Sie kommen vor allem in Wurst, Fleisch, Butter oder Sahne vor. Bei der Ernährungsumstellung sollten die mehrfach ungesättigten Fettsäuren bevorzugt werden. Sie wirken sich positiv auf unseren Cholesterinspiegel aus und können Entzündungen entgegenwirken. Leinöl, Distelöl, Fisch und Walnüsse sind besonders reich an hochwertigen Fetten.

Außerdem sollte auf eine Zufuhr gesunder Kohlenhydrate bei der Ernährungsumstellung Wert gelegt werden. Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Da er danach stark absinkt, steht die nächste Heißhungerattacke oft bevor. Langkettige Kohlenhydrate halten den Blutzuckerspiegel konstant und machen uns daher satt. Sie sind vor allem in Kartoffeln und Vollkornprodukten enthalten.

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