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Mineralstoffe und ihre Bedeutung für Gesundheit und Medizin

Eine regelmäßige Zufuhr von Mineralstoffen ist für unsere Gesundheit unerlässlich. Mineralstoffe werden in der Medizin auch als Elektrolyte oder Salze bezeichnet. Da ein Mangel an Mineralstoffen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern führt, ist er im Bereich Medizin ein wichtiges Thema. Im Normalfall kann durch eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung der Mineralstoffhaushalt im Gleichgewicht gehalten werden. Andererseits können gesundheitliche Probleme laut Experten aus der Medizin auch dann entstehen, wenn die Konzentration mancher Mineralstoffe zu hoch ist.


Aufgaben der Mineralstoffe

Natrium: Es ist in besonderem Maße daran beteiligt, einen ausgeglichenen Wasserhaushalt aufrechtzuerhalten. Weitere Bedeutung für die Medizin hat Natrium in den Bereichen Herzrhythmus, Muskelspannung und bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen. Natrium nehmen wir insbesondere über das Salz auf. In Verbindung mit Chlorid entsteht aus Natrium unser Kochsalz.  Natriumhaltige Lebensmittel sind zum Beispiel Fleisch, Fisch, Wurst, Brot, Karotten und Kartoffeln.

Kalium: In der Medizin ist Kalium interessant, da es an einigen elektrischen Prozessen integriert ist. So spielt es zum Beispiel  bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen und in der Muskelarbeit eine wichtige Rolle. Doch auch die Insulinaufnahme in den Zellen wird durch den Mineralstoff beeinflusst.  Kalium kommt vor allem in Brokkoli, Bananen, Spinat, Datteln und Kartoffeln vor.

Kalzium: Es ist am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt und ist dadurch für die Medizin bedeutend, denn es schützt uns vor Osteoporose. Der größte Anteil des Kalziums in unserem Körper befindet sich in den Knochen. Aus dem Blickwinkel der Medizin ist auch im Blut eine ausgeglichene Kalziumkonzentration wichtig für unsere Gesundheit. Außerdem spielt Kalzium eine wichtige Rolle bei der Erregungsweiterleitung in den Muskeln. Durch Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Molke und Käse können wir beispielsweise Kalzium aufnehmen. In einer veganen Ernährung eignen sich besonders Kohl, Bananen, Mandeln, Soja oder Sesam als Kalziumquelle.

Magnesium: Das Mengenelement spielt aufgrund seiner vielfältigen Aufgaben in unserem Körper eine wichtige Rolle für die Medizin. Magnesium nimmt Einfluss auf unser Herz, die Knochen und auf die Muskulatur. Nebenbei ist es Bestandteil wichtiger Enzyme und an der Energiegewinnung beteiligt. Folgende Lebensmittel enthalten viel Magnesium: Vollkornprodukte, Sonnenblumenkerne, Naturreis, Hirse, Nüsse, Haferflocken und Beeren.

Phosphor: Es ist maßgeblich am Energiestoffwechsel beteiligt und wichtig für die Zähne und Knochen. Weitere Bedeutung in der Medizin hat Phosphor, da es den Blut-pH-Wert beeinflusst und am Aufbau von Zellwänden beteiligt ist. Geeignete Phosphorquellen sind Nüsse, Linsen, Bohnen und Milchprodukte.


Mangel oder Überschuss an Mineralstoffen und ihr Einfluss auf die Medizin

Natrium: Durch Erbrechen, Durchfall oder einer Schwäche des Herzens kann Natrium verloren gehen und ein Mangel entstehen. Die Medizin sieht Benommenheit, Kopfschmerzen oder gar Bewusstlosigkeit als mögliche Folgen an. In den meisten Fällen besteht jedoch eher eine zu hohe Konzentration an Natrium anstatt eine zu geringe. Eine zu hohe Zufuhr an Natrium hat für die Medizin insofern Bedeutung, da der Bluthochdruck dadurch ansteigt. Das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, steigt mit einem hohen Salzkonsum also an. Laut Fachleuten aus der Medizin sollte der Konsum von Fertiggerichten, Wurst und Käse aufgrund des recht hohen Salzgehalts eingeschränkt werden.

Kalium: Eine zu niedrige Kaliumkonzentration im Körper kann eine Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Laut Medizin kann sie durch Durchfall, Fastenkuren, Anorexie (Magersucht) oder einem Missbrauch von Abführmitteln entstehen. Mögliche Auswirkungen eines Kaliummangels können Verstopfung oder Herzrhythmusstörungen sein. Ein zu hoher Kaliumspiegel kann von verschiedenen Medikamenten hervorgerufen werden oder durch Nierenerkrankungen, bei denen Kaliumausscheidung gestört ist. Auch eine Azidose (Übersäuerung des Blutes) kann die Kaliummenge in unserem Körper ansteigen lassen. Ein Überschuss an Kalium kann sich in Muskelzuckungen oder Lähmungen äußern.

Kalzium: Ein Mangel kann durch eine zu geringe Vitamin-D-Konzentration oder durch die Einnahme von Entwässerungstabletten entstehen. Auswirkungen des Kalziummangels können Krämpfe, Haarausfall und Veränderungen der Knochen sein. Eine erhöhte Kalziumkonzentration im Blut kann durch bestimmte Krebsarten entstehen, die eine knochenzerstörende Wirkung haben. Sie setzen das Kalzium unserer Knochen frei. Zu viel Kalzium im Körper begünstigt Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen. Ein Kalziumüberschuss ist in der Medizin sehr bedeutsam, da er einen lebensbedrohlichen Zustand verursachen kann.

Magnesium: Alkoholmissbrauch, Erbrechen oder Entwässerungstabletten können zu einem Magnesiumverlust im Körper führen. Einen Magnesiummangel sehen Experten der Medizin kritisch, da Wadenkrämpfe, Herzrhythmusstörungen oder Erbrechen entstehen können. Ein erhöhter Magnesiumwert hingegen entsteht vor allem bei Nierenerkrankungen oder einer Überdosierung von magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln. Als Nebenwirkungen können Krämpfe oder Muskelschwäche hervorgerufen werden.

Phosphor: Ein Mangel an Phosphor tritt heutzutage recht selten auf. Falls er doch auftritt, kann eine Erkrankung des Darms die Ursache sein, bei der die Aufnahme von Phosphor eingeschränkt ist. Ein Mangel an Vitamin D kann ebenfalls zu einem Phosphormangel führen. Insbesondere für die Knochen kann ein zu geringer Phosphorspiegel negative Auswirkungen haben. In der Regel scheiden die Nieren Phosphor wieder aus, wenn es in einem Übermaß vorhanden ist. Durch Störungen in den Nieren oder Nebenschilddrüsen kann sich jedoch überschüssiges Phosphor in unserem Körper anreichern. Aus der Sicht der Medizin kann ein Phosphorüberschuss problematisch sein, da er vermehrt Kalzium im Organismus bindet, welches dann nicht mehr den Knochen und Zähnen zur Verfügung steht.

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