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Außergewöhnliche Sportarten bringen Spaß und Abwechslung

Ein Fitnessprogramm aus einer Kombination von Muskeltraining und Ausdauersport ist eine gute Voraussetzung, damit wir uns wohl in unserer Haut fühlen und gesund bleiben. Für die körperliche Betätigung gibt es zahlreiche Sportarten, zwischen denen wir wählen können. Damit wir auch langfristig dabei bleiben, sollten wir diejenigen Sportarten finden, die am besten zu uns und unseren individuellen Bedürfnissen und Zielen passen. Doch neben den üblichen Sportarten wie Joggen, Schwimmen oder Tanzen gibt es noch ein paar ganz spezielle Wege, wie wir uns auspowern können. Außergewöhnliche Sportarten eignen sich für Fitnessbegeisterte, die gerne etwas Neues ausprobieren wollen und sich mehr Spaß und Abwechslung in ihrem Trainingsplan wünschen.

Für das sogenannte Chessboxing (Schachboxen) werden nicht nur Muskeln und körperliche Ausdauer, sondern auch geistige Fähigkeiten benötigt. Das Schachboxen besteht aus elf Runden, in denen sich die beiden Sportarten Boxkampf und Schachspiel abwechseln. Sechs Runden finden auf dem Schachbrett statt, während die anderen fünf im Boxring ausgetragen werden. Beim Schachboxen werden zwei Sportarten vereint, die auf den ersten Blick recht gegensätzlich zu sein scheinen. Dennoch haben sie Gemeinsamkeiten, denn sowohl das Schachspiel als auch der Kampf im Boxring erfordern eine hohe Konzentration und strategisches Denken. Das Schachmatt in der Schachrunde oder das Knockout in der Boxrunde können zum Sieg führen. Die Herausforderung dieser besonderen Sportart liegt vor allem im ständigen Wechsel, da sich die Konzentration  regelmäßig wieder neu fokussieren muss.

Auch im Wasser gibt es ungewöhnliche Sportarten, zum Beispiel das Unterwasserhockey. Wie beim gewöhnlichen Hockey gibt es auch hier Schläger, zwei Tore und einen Puck, der in das Tor des Gegners muss. Hinzu kommt noch, dass die Spieler mit Flossen, Schnorchel und Handschuhen ausgestattet sind. Eine Mannschaft besteht aus sechs Spielern. Der Puck beim Unterwasserhockey ist aus Blei und befindet sich am Beckenboden. Die Spieler dürfen ihn von dort aus mit ihrem Schläger schieben oder „flicken“, also durch das Wasser fliegen lassen. Eine Schwierigkeit beim Hockey unter Wasser liegt darin, dass ständig die Luft angehalten wird. Wann der richtige Zeitpunkt ist, um kurz an der Wasseroberfläche Luft zu holen, will wohl überlegt sein. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Wassers bedarf es einiger Fähigkeiten, diese außergewöhnliche Sportart auszuüben. Insbesondere Muskelkraft, Beweglichkeit, eine gute Kondition und strategisches Denken werden bei Sportarten wie dem Unterwasserhockey gefordert.

Darüber hinaus kann das Kopfballtischtennis zu den untypischen Sportarten gezählt werden. Es wurde von einem Sportstudent aus Kaiserslautern erfunden und ist auch unter dem Begriff HEADIS bekannt. Die Ausrüstung, welche für Kopfballtischtennis benötigt wird, besteht aus einer Tischtennisplatte mit Netz und einem besonderen Ball aus Gummi. Während die Hände auf die Tischplatte gehören, darf der Ball nur mit Hilfe des Kopfes geworfen werden. Die Regeln beim HEADIS überschneiden sich teilweise mit denen vom Tischtennis, denn bei beiden Sportarten muss der Ball beide Seiten der Platte berühren.

Eine weitere Variante interessanter Sportarten ist das Sandboarding. Sie hat ihre Ursprünge in Afrika und Südamerika, wo sie vor allem in der Wüste praktiziert wird. Mittlerweile gibt es aber auch in Deutschland Möglichkeiten, Sportarten wie das Sandboarding auszuprobieren. Insbesondere für Menschen, die im Sommer das Snowboardfahren vermissen, kann Sandboarding eine interessante Alternative sein. Um diese Sportart ausüben zu können, braucht man ein Sandboard, einen Schutzhelm und bestimmte Schuhe. Das Material eines Sandboards ist etwas härter als ein Snowboard. Grundsätzlich kann auch ein Snowboard für das Sandboarding verwendet werden. Zum Snowboarden ist es danach jedoch ungeeignet. Auf dem Sand muss eine ähnliche Technik wie auf dem Schnee angewendet werden. Beim Snowboarden kann jedoch eine höhere Geschwindigkeit erreicht werden als beim Sandboarding. Dafür ist die Verletzungsgefahr beim Sandboarding geringer.

Das sogenannte Bossaball stammt aus Spanien und vermischt mehrere Sportarten miteinander: Akrobatik, Volleyball und Trampolinspringen. Das Spiel findet auf einem riesigen Luftkissen statt, welches durch ein Netz wie beim Volleyball getrennt ist. Jede Seite des Luftkissens ist zusätzlich mit einem Trampolin ausgestattet. Die Bezeichnung Bossaball leitet sich von dem Tanz Bossa Nova ab, was sich mit „neuer Welle“ übersetzen lässt. Sind die Spieler auf dem ungewöhnlichen Spielfeld erst einmal in Aktion, wird schnell klar, was es mit der Welle auf sich hat. Im Gegensatz zu Sportarten wie Fußball oder Volleyball darf der Ball hier mit jeden Körperteil berührt werden. Bossaball hat Ähnlichkeiten mit Volleyball, denn bei beiden Sportarten muss der Ball über das Netz. Wer die Seite der gegnerischen Mannschaft triff, bekommt einen Punkt. Ein Treffer im Trampolin gibt sogar drei Punkte.

Slacklining ist eine andere interessante Möglichkeit für ungewöhnliche Sportarten. Ähnlich wie beim Seiltanz geht es darum, auf einem elastischen Band zu laufen, sich hinzusetzen oder gar zu springen. Im Gegensatz zum Seil gibt das Band beim Slacklining jedoch nach. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, das Gleichgewicht zu halten. Beim Slacklining gibt es verschiedene Sonderformen, die zum Beispiel über dem Wasser, im Dunkeln oder in der Höhe stattfinden. Sportarten wie das Slacklining benötigen einen guten Gleichgewichtssinn, eine hohe Konzentration und viel Geduld.

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